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Thema 2 von 11

Java Variablen lernen – Übungen online

Variablen sind die Schubladen deines Programms. Du lernst int, double, String und boolean kennen, setzt Texte zusammen und überschreibst Werte – jede Übung dauert ein paar Minuten.

Die Übungen

Das lernst du in diesem Thema

  1. Deine erste Variable
  2. Variable für Text
  3. Kommazahlen
  4. Text zusammensetzen
  5. Variable überschreiben
  6. Wahr oder falsch
Übung 1 von 6

Deine erste Variable

Eine Variable ist wie eine beschriftete Box. Du gibst ihr einen Namen und packst einen Wert rein.

So sieht das aus:

int alter = 25;

Das bedeutet: Erstelle eine Box namens alter, die eine Ganzzahl (int) speichert, und pack 25 rein.

Die Variable ist schon erstellt. Ändere den Wert von 25 auf 30.

Startcode
void main() {
    int alter = 25;
    IO.println(alter);
}
Hintergrund
Wie Variablen im Speicher funktionieren

Wenn du int alter = 25; schreibst, reserviert Java im Arbeitsspeicher (RAM) genau 4 Bytes (32 Bit) und speichert dort den Wert 25 als Binärzahl.

Der Name alter ist nur ein Alias — im kompilierten Bytecode existiert der Name nicht mehr, nur noch die Speicheradresse.

int kann Werte von ca. -2,1 Milliarden bis +2,1 Milliarden speichern. Für größere Zahlen: long (8 Bytes).

Übung 2 von 6

Variable für Text

Für Text benutzt du den Typ String (großgeschrieben!):

String name = "Anna";

Ändere den Namen so, dass Max ausgegeben wird.

Startcode
void main() {
    String name = "Anna";
    IO.println(name);
}
Hintergrund
String vs. int — Referenz vs. Wert

int speichert den Wert direkt. String speichert eine Referenz (Zeiger) auf ein Objekt im sogenannten Heap-Speicher.

Deshalb vergleicht man Strings mit .equals() statt ==: Das == vergleicht nur die Referenz (zeigen beide auf das gleiche Objekt?), nicht den Inhalt.

Übung 3 von 6

Kommazahlen

Für Kommazahlen gibt es double:

double preis = 4.99;

Wichtig: Java benutzt einen Punkt statt Komma — also 4.99, nicht 4,99.

Ändere den Preis auf 9.99.

Startcode
void main() {
    double preis = 4.99;
    IO.println(preis);
}
Hintergrund
Gleitkommazahlen und ihre Tücken

double nutzt 8 Bytes und speichert Zahlen im IEEE 754 Gleitkommaformat. Das bedeutet: manche Dezimalzahlen können nicht exakt dargestellt werden!

Zum Beispiel: 0.1 + 0.2 ergibt in Java 0.30000000000000004. Für Geldbeträge nutzt man daher BigDecimal.

Übung 4 von 6

Text zusammensetzen

Mit + kannst du Text und Variablen verbinden:

String name = "Java";
IO.println("Hallo " + name);

Ergibt: Hallo Java

Ersetze das ??? so, dass Ich bin 25 Jahre alt ausgegeben wird.

Startcode
void main() {
    int alter = 25;
    IO.println(???);
}
Hintergrund
String-Konkatenation

Wenn du "Text" + zahl schreibst, wandelt Java die Zahl automatisch in einen String um (String-Konvertierung) und fügt beides zusammen.

Strings sind unveränderlich, deshalb erzeugt jede Verkettung ein neues String-Objekt. In einer Schleife summiert sich das und wird langsam. Profis nutzen dann einen StringBuilder oder für formatierte Ausgaben String.format("Ich bin %d Jahre alt", alter).

Übung 5 von 6

Variable überschreiben

Du kannst den Wert einer Variable jederzeit ändern:

int x = 5;
x = 10;  // x ist jetzt 10

Beachte: Beim Ändern schreibst du kein int mehr davor — der Typ steht nur bei der Erstellung.

Setze punkte auf 100, bevor es ausgegeben wird.

Startcode
void main() {
    int punkte = 0;
    // Setze punkte auf 100
    IO.println(punkte);
}
Hintergrund
Deklaration vs. Zuweisung

int x = 5; ist eine Deklaration mit Initialisierung — der Typ wird festgelegt und ein Startwert gesetzt. x = 10; ist eine reine Zuweisung.

Wenn du int x = 10; nochmal schreibst, denkt Java du willst eine neue Variable erstellen — und meckert, weil x schon existiert. Daher: Typ nur einmal angeben!

Übung 6 von 6

Wahr oder falsch

Der Typ boolean kennt nur zwei Werte: true oder false.

boolean istSonnig = true;
boolean regnet = false;

Ändere den Wert so, dass true ausgegeben wird.

Startcode
void main() {
    boolean javaIstCool = false;
    IO.println(javaIstCool);
}
Hintergrund
Boolean und Logik

boolean belegt in der JVM theoretisch nur 1 Bit, wird aber aus Performance-Gründen meist als ganzes Byte gespeichert.

Boolesche Werte sind die Grundlage für alle Entscheidungen in Programmen. Du kannst sie mit && (UND), || (ODER) und ! (NICHT) kombinieren.

Java nutzt Short-Circuit-Evaluation: Bei a && b wird b gar nicht mehr geprüft, wenn a schon false ist.

Genug gelesen. Jetzt du.

Im Tutorial schreibst du den Code selbst, drückst auf Ausführen und siehst sofort, ob dein Programm stimmt. Kein JDK, keine IDE, kein Bullshit.

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