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Thema 1 von 11

Java lernen: Erste Schritte & Hello World

Jeder fängt mit Hello, World! an – du auch. Hier schreibst du deine ersten Zeilen Java, gibst Text und Zahlen aus und lernst, warum der Compiler wegen eines fehlenden Semikolons ausrastet. Kein JDK, keine IDE, kein Bullshit.

Die Übungen

Das lernst du in diesem Thema

  1. Einfach mal starten
  2. Text ändern
  3. Zwei Zeilen
  4. Das Semikolon
  5. Zahlen ausgeben
  6. Rechnen
Übung 1 von 6

Einfach mal starten

Im Editor siehst du dein erstes Java-Programm. Es ist schon fertig.

Klick auf Ausführen (oder drück Ctrl+Enter) und schau was passiert.

Du musst nichts ändern — nur starten.

Modernes Java

Wir nutzen hier die kompakte Schreibweise aus Java 25. In älterem Code siehst du oft die lange Form mit public class und public static void main(String[] args) drumherum — das macht genau dasselbe. Mehr dazu in Mehr Infos.

Startcode
void main() {
    IO.println("Hello, World!");
}
Hintergrund
Was passiert beim Ausführen?

Java ist eine kompilierte Sprache. Dein Code wird zuerst vom Compiler (javac) in sogenannten Bytecode übersetzt — eine Art Zwischensprache, die der Computer versteht.

Dann startet die JVM (Java Virtual Machine) und führt den Bytecode aus. Deshalb läuft Java auf jedem Betriebssystem gleich — "Write once, run anywhere".

IO.println() gibt eine Zeile aus. IO ist in Java 25 automatisch verfügbar — kein Import nötig.

Compact vs Classic

Dein Code sieht aktuell so aus:

void main() {
    IO.println("Hello, World!");
}

In älterem Code (Java bis Version 21) und in den meisten Firmen-Projekten siehst du die klassische Form:

public class Main {
    public static void main(String[] args) {
        System.out.println("Hello, World!");
    }
}

Beides macht dasselbe. Die kompakte Form ist seit Java 25 (September 2025) Standard — perfekt zum Einstieg, ohne gleich Klassen, public, static und String[]-Arrays verstehen zu müssen. Die klassische Form lernst du später, wenn du bestehenden Code lesen oder in Teams arbeiten willst.

Übung 2 von 6

Text ändern

Du hast gerade gesehen: IO.println() gibt Text aus.

Der Text steht in Anführungszeichen: "..."

Ändere den Text so, dass Hallo Java ausgegeben wird.

Ändere nur den Text zwischen den Anführungszeichen — sonst nichts.

Startcode
void main() {
    IO.println("Hello, World!");
}
Hintergrund
Was ist ein String?

Text in Anführungszeichen heißt in der Programmierung String (engl. "Zeichenkette"). "Hallo" ist ein String-Literal — ein fest eingebauter Textwert.

Strings sind in Java Objekte der Klasse java.lang.String. Sie sind immutable — einmal erstellt, können sie nicht mehr geändert werden. Jede "Änderung" erzeugt im Hintergrund einen neuen String.

Übung 3 von 6

Zwei Zeilen

Du kannst IO.println() mehrfach benutzen. Jeder Aufruf macht eine neue Zeile.

Die erste Zeile ist schon da. Füge eine zweite Zeile hinzu, die Welt ausgibt.

Schreib sie direkt unter die erste — genau gleich aufgebaut.

Startcode
void main() {
    IO.println("Hallo");
    // Fuege hier eine zweite Zeile hinzu
}
Hintergrund
println vs. print

Es gibt auch IO.print() — ohne ln. Der Unterschied: println fügt automatisch einen Zeilenumbruch (\n) am Ende ein, print nicht.

Zwei print("A") hintereinander ergeben AB auf einer Zeile. Zwei println("A") ergeben zwei Zeilen.

Übung 4 von 6

Das Semikolon

In Java endet jede Anweisung mit einem Semikolon: ;

Vergisst du es, gibt Java einen Fehler aus. Das passiert jedem — auch nach Jahren.

Im Editor fehlt ein Semikolon. Finde und ergänze es.

Startcode
void main() {
    IO.println("Fix mich!")
}
Hintergrund
Warum Semikolons?

Java nutzt ; um Anweisungen voneinander zu trennen. Anders als Python, wo Zeilenumbrüche reichen, ignoriert Java Whitespace (Leerzeichen, Tabs, Zeilenumbrüche) fast komplett.

Theoretisch könntest du ein ganzes Programm in eine Zeile schreiben — dank Semikolons weiß Java trotzdem, wo eine Anweisung endet. In der Praxis macht man das natürlich nie, weil es unleserlich wäre.

Übung 5 von 6

Zahlen ausgeben

println kann auch Zahlen ausgeben — ohne Anführungszeichen:

IO.println(42);

Ändere die Zahl so, dass 100 ausgegeben wird.

Startcode
void main() {
    IO.println(42);
}
Hintergrund
Primitive Datentypen

Zahlen ohne Anführungszeichen sind in Java Literale eines primitiven Typs. 42 ist automatisch ein int (32-Bit Ganzzahl). Für größere Zahlen gibt es long (64-Bit).

Java unterscheidet streng zwischen Text ("42" = String) und Zahl (42 = int). Das macht Java "typsicher" — Fehler werden früh erkannt.

Übung 6 von 6

Rechnen

Du kannst direkt in println rechnen:

IO.println(3 + 4);  // gibt 7 aus

Ersetze das ??? durch eine Rechnung, die 15 ergibt.

Egal wie — 5 + 10, 3 * 5, 20 - 5 — Hauptsache das Ergebnis stimmt.

Startcode
void main() {
    IO.println(???);
}
Hintergrund
Operatoren und Auswertungsreihenfolge

Java kennt die normalen Rechenoperatoren: +, -, *, / und % (Modulo/Rest). Punkt-vor-Strich gilt auch hier.

Achtung bei Ganzzahl-Division: 7 / 2 ergibt 3, nicht 3.5! Wenn beide Seiten int sind, wird das Ergebnis abgeschnitten. Für Kommazahlen brauchst du 7.0 / 2.

Genug gelesen. Jetzt du.

Im Tutorial schreibst du den Code selbst, drückst auf Ausführen und siehst sofort, ob dein Programm stimmt. Kein JDK, keine IDE, kein Bullshit.

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